Und wenn er aber kommt...?

 

Hilft ein bellender Hund einen Bären zu vertreiben? Und was soll man denn nun wirklich tun, wenn einer kommt? Darauf gibt es nicht nur eine Antwort. Wichtig ist es, situationsgerecht zu handeln.

 

Von Christina

 

Die Sonne scheint warm auf sein dichtes Fell. Gerade hat er einen Ameisenhaufen geplündert. Köstlich war das! Jetzt schleicht er versonnen durch seinen Blaubeerwald. Die Beeren sind endlich reif. Heute ist ein guter Tag. Zufrieden schnaubt er ein paar Mücken und Blätter aus der Schnauze, die beim Fressen der köstlichen Beeren kleben geblieben sind. Ganz versunken ist er. Doch plötzlich stört ihn etwas. Ein paar Nackenhaare stellen sich auf. Er hört ein heiseres Gekläff, das näher zu kommen scheint. Immer lauter wird es in seinen empfindlichen Ohren. Es ist sein Reich, er ist hier der König! Keiner wagt es hier, sich mit ihm anzulegen, dafür hat er schon oft gesorgt. Mitten in einer Mahlzeit lässt er sich schon gar nicht gerne stören.

Er ist für seine Unberechenbarkeit bekannt, für seine plötzliche Wut, seine Launenhaftigkeit. Heute wollte er eigentlich nur Blaubeeren fressen, Ameisenhaufen plündern und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Das Gekläff lässt ihm keine Wahl. Er wird sich ganz sicher in seinem Reich nicht beim Fressen stören lassen. Mit wütendem Schnauben lässt er von den Beeren ab. Mit dem Gekläff wird er jetzt kurzen Prozess machen. Er bricht los, mit der seiner Rasse eignen Wucht. Ohne zu zögern in welche Richtung er laufen muss. Denn er weiß längst, wo der Ruhestörer ist.

Etwas später, nur ein paar hundert Meter weiter, sitzt ein kreidebleicher Spaziergänger zitternd mit einer Leine ohne Hund in seinem Auto.

 

Diese Geschichte passiert so oder ähnlich immer mal wieder in Skandinavien. Natürlich gibt es auch Geschichten, in denen Hunde Bären vertreiben. Doch diese Geschichten haben meist eine Besonderheit. Die Bären sind entweder sehr jung, außerhalb ihres Revieres oder bereits eingeschüchtert, weil sie beispielsweise gefangen wurden. Hunde können im Zusammenleben mit Bären sehr nützlich sein, wenn sie richtig und situationsgerecht eingesetzt werden. Wenn sie bei einem Spaziergang einen Bären aufstöbern und verbellen ist das jedoch sehr gefährlich.

 

Bärenhunde

 

Es gibt Hunde, die gezüchtet wurden, um Bären zu stellen. Wie den karelischen Bärenhund zum Beispiel. Kleiner Einschub: Das ist kein Modehund! Dieser Hund kann nicht in einer Wohnung in der Stadt gehalten werden. Hunde, die wie Bärenhunde, Huskies oder Herdenschutzhunde gezüchtet wurden, um bestimmte Aufgaben zu übernehmen, sind ungeeignet als einzige Lebensaufgabe der kleinen Clementina-Anastasia beim Blockflötespielen zu assistieren. Sie werden durch die mangelnde Auslastung zu traurigen Freaks, zerlegen die Couch und landen im Tierheim.

 

Ob ein karelischer Bärenhund so eine Begegnung mit einem Bären überlebt, hängt meist von seinem bärenjagenden Halter ab. Bären sind nicht nur stark und leicht reizbar, sondern auch schlau. Sie merken es, wenn Jäger sie verfolgen. Es ist etlichen Jägern passiert, dass der verfolgte Bär im Kreis lief und sie von hinten angegriffen hat. Die karelischen Hunde wurden nicht zuletzt gezüchtet, um dem Jäger auch in diesen Situationen wertvolle Zeit zu verschaffen.

Anders die diversen Herdenschutzhunde. Sie laufen jedoch im Normalfall nicht im Wald Bären hinterher und ärgern diese mit ihrem Gebell. Sondern Sie bewachen stationär ihre „Familie.“ Dabei arbeiten sie regelmäßig zu mehreren und bilden mit ihren riesigen Körpern eine massive Mauer zwischen ihren Schützlingen und einem Angreifer. Dadurch wird es den Schafprädatoren meist zu mühsam und riskant sich der Herde zu nähern.

 

Tipps aus dem Netz

 

Für Begegnungen mit Bären gibt es viele Tipps im Netz. Nicht alle sind brauchbar oder sollten gar einfach so angewendet werden. Ein Beispiel fiel mir kürzlich in die Hände: In dem Video einer Hundeseite war ein Rottweiler zu sehen, der an der Leine wütete und laut bellte, während eine Gruppe von Menschen versuchte, sich diesem mit einem ausgestopften Bären zu nähern. Der Bär war auf Rollen befestigt und die ihn schiebenden Menschen versuchten, so wenig möglich sichtbar in Erscheinung zu treten. Nicht gerade eine realistische Situation. Dann fuhren sie die Bärenfigur hakenschlagend und in Kurven auf den Hund zu. Der Hund bellte bis zuletzt laut und aggressiv. Er war vor dem Halter platziert und hatte somit deutlich sichtbar den Auftrag bekommen, die Situation zu kontrollieren. Das Video werde ich hier absichtlich nicht verlinken, denn ich möchte diesen Unsinn nicht weiter verbreiten.

Das Fazit aus dem Video lautete: Wer einen Rottweiler hat, braucht keinen Bären zu fürchten! Denn Rottweiler sind so mutig, dass sie mit ihrem Gebell sogar Bären vertreiben. Wir gehen also in Bärengebieten jetzt zukünftig nur noch mit Rottweiler in den Wald und schon sind wir sicher? Vielleicht denkt der eine oder andere schon über Rottweiler-to-rent-Service-Stationen für Wanderer nach? Schließlich ist auch in Deutschland gerade erst wieder ein Bär eingewandert. Was ist also an dem Video verkehrt? Durch das Video entsteht der Eindruck, ein Bär müsste bei Sichtung sofort angegriffen, irritiert oder vertrieben werden. Und dass ein Hund hier Sicherheit vermittelt. Beides ist so nicht richtig. Verkehrt ist vor allem, dass das Video nicht nach der Situation differenziert. Und das kann im besten Fall den Hund das Leben kosten, im schlechtesten Hund und Mensch. Wer auf Bärenjagd ist oder seinen Hund los werden möchte, kann das natürlich nachmachen. Ansonsten ist es eine ziemlich schlechte Idee, einen vorbei ziehenden Bären, der bislang kein Interesse gezeigt hat, vom Hund anbellen zu lassen. Aufgrund der schieren Größe, des dichten Felles und der scharfen, kräftigen Pranken muss sich der Bär vor dem Hund nicht weiter fürchten. Und wenn das Tier gerade vorbei gehen will, sollte man ihn nicht auf sich aufmerksam machen. Anders ist die Situation natürlich, wenn ein Bär angreift. Hier gilt das Gleiche wie auf einer Weide mit wütenden Kühen. Ab dem Zeitpunkt des Angriffs sind Hund und Mensch jeder für sich allein verantwortlich.

 

Familiengeschichten

 

In alter Zeit nannte man in Schweden einen Bären nicht beim Namen. Das brachte Unglück. Es gibt ein schwedisches Sprichwort, das heißt: "när man talar om trollen så står de i farstun." Das heißt so viel wie, wenn man vom Teufel spricht...

Ich weiß noch, als ich meinen Großonkel das letzte Mal in der Provinz Dalarna in Schweden besucht habe. Und er mir stolz erzählte, wie er mit zwölf seinen ersten Bären geschossen hat. Und dass er jetzt nur noch mit dem Rad Ausflüge macht. Denn in seinem Wald gäbe es so viele Bären, dass er einfach nicht mehr spazieren gehen will. Er, der in einem Haus weit außerhalb der nächsten Ortschaft im Wald wohnte und den ich als furchtlosen Nordländer kennengelernt hatte. Meine Oma, eher ein Stadtmensch und keine Bärenjägerin, hat beim Spazierengehen mit ihrem Schäferhund einmal einen Bären gesichtet. Sie war nicht begeistert von dem Anblick. Erst hat sie sich vergewissert, dass der Bär sich nicht für sie interessiert. Dann hat sie den Hund ruhig gehalten und vorsichtig den Rückzug in ihr Auto angetreten. Alle drei gingen so ohne weitere Zwischenfälle ihrer Wege. Bis darauf, dass meine Oma dort nie wieder spazieren gegangen ist.

Bei einer Waldwanderung in Schweden traf ich einmal auf sehr frische Spuren eines Bären. Es war ein Sommertag im Wald. Alles summte voller Insekten und das zarte nordische Licht verwandelte alles in eine unwirkliche Märchenwelt. Kurz gesagt, ich ahnte nichts Böses. Nach etwa zwei Stunden, bereits auf dem Rückweg, fiel mir immer öfter der desolate Zustand der zahlreichen Ameisenhügel auf. So viele umgestürzte Ameisenhaufen in Folge waren natürlich kein Zufall. Bären lieben Ameisen. An sumpfigen Stellen war alles voller kinderfußartiger Fußspuren. Langsam dämmerte mir, dass das Tier hier ganz in der Nähe lebte und mich vielleicht sogar schon gesehen hatte. Der Bär, der sich hier gestärkt hatte, ging hoffentlich noch lange seinem Mittagsschlaf nach, wünschte ich mir. Den Rest des Heimweges legte ich eher angespannt zurück und war froh, als ich wieder am Auto angelangt war.

 

Spaziergang im Bärenwald

 

Aber was macht man nun am besten, wenn er kommt, der Bär? Was treibt oder vertreibt einen Bären und was ärgert ihn? Wie kann man die Situation einschätzen?

Die erste Frage ist, wie sehr ein Bär an Menschen gewöhnt ist, der in einem bestimmten Waldgebiet gesichtet wurde. Je höher die Gewöhnung, umso weniger leicht lässt er sich irritieren und umso unberechenbarer ist die Situation. Falls es Berichte in den Medien gibt, ob ein Bär bislang eher scheu war oder ob er sich menschlichen Siedlungen gerne nähert, sollten diese in die Tourenplanung beim Spaziergang im Bärenwald einbezogen werden. In Nordeuropa ist die Wahrscheinlichkeit einen Bären zu treffen eher niedrig. Die skandinavischen Bären sind scheu. Sie gehen Menschen meist aus dem Weg. Denn sie haben sich nicht daran gewöhnt, ihr „Einkommen“ aus Nationalparksmüll zu beziehen oder campende Fahrzeuge aufzubrechen wie in den USA.

 

Nicht weglaufen

 

Bären stehen an der Spitze der Nahrungskette und haben daher auch meist keine Angst. Sie laufen schnell, klettern hervorragend und sind sehr gute Schwimmer. Menschen und ihre Rucksäcke riechen sie auf mehrere hundert Meter. Eine Essenskonserve triggert ihren Hunger auch durch die Verpackung und einen Kofferraum hindurch. Angreifenden Bären zu Fuß zu entkommen ist unmöglich. Zudem ist Weglaufen die dümmste Idee. Das ist auch schon der einzige, allgemeingültige Tipp aller Experten. Denn Weglaufen reizt den Jagdtrieb eines Bären. War er sich vorher noch nicht sicher und wollte sich erst mal ein Bild von der Lage verschaffen, drückt das Weglaufen bei ihm den Knopf zur automatischen Verfolgung. Bären sind sehr leicht reizbar. Mit dieser Wut muss man rechnen, wenn man einen Bären beim Fressen stört oder ärgert. Da Bärenohren sehr empfindlich sind, sind bellende Hunde ein besonderes Ärgernis für sie. Aus Bärensicht sind sie nichts anderes als fressbare Ruhestörer. Menschen hingegen finden Bären normalerweise nicht weiter interessant und sie stehen nicht auf der Speisekarte (von den wenigen menschenfressenden Schwarzbären in Nordamerika einmal abgesehen, die es durch Nahrungsknappheit und Unfälle doch gelernt haben, dass auch Menschen essbar sind.) Da Bären nicht gut sehen, kommen sie manchmal einfach näher und richten sich auf, um sich ein besseres Bild von der Lage zu verschaffen.

 

Auf sich aufmerksam machen und die Umgebung im Auge behalten

 

Ein weiterer, allgemein gültiger Rat ist, dass der beste Bär der ist, den man nicht getroffen hat. Deswegen ist ein Glöckchen an Wanderstöcken oder Jacke und eine Unterhaltung beim Gehen grundsätzlich empfehlenswert. Das Geräusch reizt sie nicht und sorgt dafür, dass sie nicht überrascht werden. Außerdem sollte man die Spuren im Wald, wie kaputte Ameisenhügel, Kothaufen oder Fußabdrücke im Auge behalten. Bären sind wie wir Prädatoren. Sie sind genauso unberechenbar für uns, wie wir Menschen für sie. Wenn bei uns ein Bär im Garten einziehen würde, würden wir vermutlich erst viele Fotos machen und anschließend den Jäger rufen. Bären sind nicht anders, wenn es um ihr Revier geht. Sie schauen sich die Lage an und entscheiden dann, ob wir gefährlich sind, ärgerlich, freßbar oder einfach ignoriert werden können. Das macht Tipps im Umgang mit Bären auch so schwierig. Deswegen passieren immer wieder Unfälle mit Fotografen oder Forschern, die sich in einem Bärenrevier langfristig häuslich niedergelassen haben. Nur weil einen ein Bär schon viele Monde kennt, heißt das nicht automatisch, dass er den Aufenthalt in seinem Revier immer weiter toleriert. Gerade wenn Junge hinzukommen, Revierkämpfe oder die Paarungszeit. Ihre Unberechenbarkeit macht den Umgang mit ihnen so schwer. Das Bärenverhalten ist durch ihre Körpersprache kaum interpretierbar und sie besitzen auch keine nennenswerte Mimik. Weder faucht ein Bär vor einem Angriff, noch legt er die Ohren an oder fletscht die Zähne. Er wird sein Teddybärgesicht bis zuletzt behalten. Wir können seinen nächsten Schritt als Menschen nur schwer „hochrechnen.“

 

Der direkte Kontakt

 

Bei einer Bärensichtung trotz Glöckchen, Spuren lesen und Vorsicht, sollten drei Fälle unterschieden werden:

 

Fall 1: Irgendwo im Gebüsch ist ein Bärenhintern zu sehen, am Horizont geht ein Bär vorbei, oder ähnliches.

 

Die Begegnung ist friedlich und uninteressiert. Das ist der beste Bär, den man als Mensch sehen kann! Jetzt bitte keine Youtube Videos drehen und keine Selfies machen. Auch nicht das Pausenbrot auspacken und ganz wichtig: Den Hund nicht still halten, wenn einer dabei ist. Ganz vorsichtig und langsam zurückziehen, sonst nichts. Dabei sollte man den Bären und seine Reaktion immer im Blick behalten. Bewegt sich der Bär auf einen zu, ist leider der zweite Fall eingetreten.

 

Fall 2: Das Auge von Mordor hat sich auf Dich gerichtet.

 

Der Bär bewegt sich auf Dich zu. Jetzt musst Du leider handeln. Nach einigen Ratgebern macht es Sinn sich selbst so groß wie möglich zu machen und zu sprechen oder Lärm zu machen. Du kannst auch den Hund jetzt bellen lassen. Der Bär soll merken, hier ist ein großes Lebewesen. Mit etwas Glück irritiert das den Bären und dieser zieht sich erst mal zurück. Wenn Du Bärenspray zum Einsatz bringst, hast Du hoffentlich gelesen, wie man es verwendet. Damit erklärst Du einem Bären auf jeden Fall sofort den Krieg. Außerdem hilft es hierbei den Heimweg zu kennen, gut zu zielen und sich schnell zu entfernen. Hier gilt ebenfalls: Bitte nicht noch gemütlich Fotos machen oder die die beste Freundin anrufen. Ein Bär kommt oft zurück, um nachzusehen, was da eigentlich genau los war. Du solltest eventuell mit dem Bärenklappern rechnen. Eine Streßreaktion die schon abgebrühteste Jäger erwischt hat und zur völligen Handlungsunfähigkeit führen kann.

 

Fall 3: Jungtiere, fressende Bären, Revierkämpfe unter Bären oder Sonderfälle (Picknickplätze, Angler, Menschenfresserbären, etc.)

 

Wenn ein Bär aus so einer Situation auf Dich zukommt, ist das von allen Beispielen der wirkliche, absolute Ernstfall. Jetzt solltest Du nicht mehr lange nachdenken. Es hilft sehr, Jäger zu sein und eine Waffe dabei zu haben. Oder zumindest ein Bärenspray und auch einen bellenden Rottweiler. Natürlich kannst Du Dich auch tot stellen, wenn Du das bei dem Zittern noch schaffst. Die Zahlen zur Überlebenswahrscheinlichkeit bei fehlender Bewaffnung in dieser Situation gehen auseinander. Weglaufen, wegschwimmen oder auf einen Baum klettern sind allesamt, wie bereits beschrieben, keine brauchbare Option. Ein kleiner Trost: Es gibt immer wieder Menschen, die so etwas unbewaffnet überleben.

 

Eine brauchbare Übersicht an Verhaltenstipps, die nach der Situation differenzieren findet man auch hier beim WWF.

 

Bärensafaris

 

Bleibt noch das Thema Bärensafari. Seit der Abenteuerurlaub der neue Pauschaltourismus geworden ist, sind auch solche Urlaubsideen auf dem Vormarsch. Ein kontrolliertes Zusammentreffen mit Bärenklappern als Adrenalinkick? Wer Bären wirklich mag und wem ihr Überleben am Herzen liegt, sollte davon nach meiner Meinung Abstand nehmen. Denn diese Events gewöhnen Bären nur unnötig an Menschen.

In Schweden sind Ausflüge mit Touristen, die dazu dienen sollen Bären zu sichten nicht erlaubt. Lediglich ihre Hinterlassenschaften (Winterhöhle, Kot, Spuren, geplünderte Ameisenhügel, etc.) dürfen gezeigt werden. Vor allem, um die Menschen zu sensibilisieren, sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen und zur Weiterbildung werden sie durchgeführt. Man weiß hier aus Erfahrung, wie gefährlich es ist, Bären die Scheu vor Menschen zu nehmen. Das friedliche Zusammenleben zwischen Menschen und Bären wird gestört, wenn die Menschen mit ihrer Brotzeit den Bären folgen und diese sich an tägliche Menschensichtungen gewöhnen. Die Bevölkerung hat in Schweden erst mühsam wieder Vertrauen in die Situation aufgebaut, mit Bären zu leben (mit Ausnahme der Bauern). Niemand will, dass Bären in Siedlungen kommen, wenn sie Hunger haben. Bären waren hier schon einmal fast ausgerottet. Bis heute durften sie sich wieder ausbreiten. Es gibt strenge Abschussquoten und es wird darauf geachtet, dass die Bären scheu bleiben. Eine Strategie, die im Interesse der Tiere und der Menschen großen Sinn macht, wo beide zusammen leben.

 

 

Zur Bärenexpertise der Autorin: Ein Abschluss in Biologie und Journalismus und schwedische Wurzeln. Eine bärenjagende Familie. Und seit Kindesbeinen viele Stunden in schwedischen Wäldern in denen Bären ganz einfach herumlaufen. Glücklicherweise bislang ohne persönliche Begegnung.